In Zusammenarbeit mit Marisa Cohen, Beziehungsexpertin bei Bumble.
Du hast das Wort bestimmt schon mal gehört – oder die Erfahrung vielleicht sogar selbst gemacht. Catfishing bedeutet, dass jemand eine falsche Identität annimmt oder sich anders ausgibt, um andere zu täuschen. Manche nutzen dafür fremde Fotos. Andere stellen ihr eigenes Leben oder Aussehen viel besser dar, als es ist (das nennen manche auch Kittenfishing).
Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Doch egal, was dahintersteckt: Am Ende fühlt man sich oft hintergangen oder schämt sich sogar. Wenn dir so etwas passiert ist, denk immer daran: Das sagt absolut nichts über dich aus – sondern einzig und allein über die Person, die dein Vertrauen ausgenutzt hat.
Dating-Apps machen es einfacher, neue Leute kennenzulernen. Trotzdem ist es absolut verständlich, wenn du dich vor einem Treffen fragst, ob dein Match auch wirklich die Person ist, für die sie sich ausgibt. Wenn du dich demnächst verabreden möchtest, findest du in einem eigenen Artikel unsere Tipps für das erste persönliche Treffen mit einem Match.
Genau da kann die Verifizierung helfen und dir etwas mehr Sicherheit geben, mit wem du da eigentlich schreibst. Verifizierte Profile werden außerdem öfter gesehen, bekommen mehr Matches und haben einfach die besseren Chats. Ein kleines bisschen mehr Vertrauen macht eben viel aus!
Warum gibt es überhaupt Catfishing?
Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Manche tun es aus Unsicherheit und erschaffen ein Bild von sich, das bei anderen besser ankommen soll. Andere suchen nach Aufmerksamkeit, Anerkennung oder – in ernsteren Fällen – nach Geld oder persönlichen Daten.
Was auch immer dahintersteckt: Vertrauen ist die Basis für jede gesunde Beziehung. Wenn jemand nicht ehrlich darüber ist, wer er ist, ist es schwierig, eine echte Verbindung aufzubauen.
Woran du Catfishing erkennen kannst
Kein Anzeichen allein ist ein eindeutiger Beweis, aber diese Warnsignale solltest du im Hinterkopf behalten:
Die Geschichten ändern sich ständig
Inkonsistenz ist eines der deutlichsten Warnsignale für Catfishing. Wenn Details aus dem Leben deines Matches einfach nicht zusammenpassen oder die Antworten dauernd schwammig und widersprüchlich sind, hör auf dein Bauchgefühl. Eine kleine Ungereimtheit ist noch kein Grund zur Sorge – aber wenn sich die Geschichten regelmäßig ändern, solltest du genauer hinschauen.
Videocalls oder persönliche Treffen werden vermieden
Im Alltag kann immer mal etwas dazwischenkommen und es ist völlig normal, dass sich Pläne ändern. Wenn dein Match aber ohne nachvollziehbaren Grund immer wieder Videocalls, Anrufe oder ein Treffen absagt, ist das ein mögliches Warnsignal.
Es wird nach Geld oder privaten Infos gefragt
Hier sollten sofort alle Alarmglocken läuten.
Pass gut auf, wen eine Person, die du noch nie getroffen hast, nach Geld, finanzieller Unterstützung, Passwörtern, Verifizierungs-Codes oder anderen persönlichen Informationen fragt. Gesunde Beziehungen entwickeln sich mit der Zeit und bauen niemals auf Druck oder Dringlichkeit auf.
Was tun bei Verdacht auf Catfishing?
Vertrau deiner Intuition, wenn sich etwas komisch anfühlt.
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Match nicht ehrlich ist, kannst du die Person direkt in der Bumble-App melden, damit unser Team den Fall prüfen kann. Wie genau das geht, erfährst du in unserem Artikel Jemanden melden.
Wenn du dich bei einem Gespräch nicht wohlfühlst, musst du es nicht fortführen. Du kannst jederzeit aufhören zu antworten, den Account blockieren und die Person melden.
Gecatfisht zu werden, kann enttäuschend sein und Gefühle wie Verwirrung oder Scham auslösen. Das ist völlig verständlich. Aber denk immer daran: Die Unehrlichkeit anderer sagt nichts über dich oder deinen Wert aus.
Die besten Verbindungen entstehen, wenn beide einfach sie selbst sind. Du verdienst Ehrlichkeit, Respekt und jemanden, der sich wirklich darauf freut, dich so kennenzulernen, wie du bist!